Hinweise zum Datenschutz nach DSGVO bei Abenteuerparks und Hochseilgärten

Hinweise zum Datenschutz nach DSGVO bei Abenteuerparks und Hochseilgärten

Datenschutz DSGVO und Hochseilgärten

Datenschutz kann mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) recht abenteuerlich sein, wie die Teilnahme an Abenteuerparks und Hochseilgärten. In dem nachfolgenden Beitrag möchten wir auf einige datenschutzrechtliche Fragen eingehen, die sich im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Abenteuerparks oder Hochseilgärten stellen, da uns Mandanten aus dieser Branche danach gefragt haben.

Datenschutzerklärung

Die meisten Betreiber von Abentuerparks und Hochseilgärten nutzen eine Homepage oder Internetpräsenz und fallen dann in die DSGVO. Für diesen Fall erheben sie personenbezogene Daten bzw. verarbeiten solche Daten. Dann ist aber in jedem Fall darüber zu informieren. Praktischerweise macht man das mit einer Datenschutzerklärung. Diese sollte auch nicht versteckt im Impressum sein, sondern zweckmäßigerweise mit einem eigenständigen Reiter oder Schaltfläche hervorgehoben werden.

Teilnehmererklärung

Häufig unterschreiben die Teilnehmer von Hochseilgärten eine sogenannte Teilnehmererklärung. Auf dieser findet sich der Name oder die Anschrift des Teilnehmenden. Häufig wird aber auch die Telefonnummer vermerkt. Außerdem soll bei einigen Betreiber der Teilnehmer ein Feld ankreuzen und dadurch erklären, dass er eine „Einweisung“ erhalten hat. Dadurch erhoffen sich die Betreiber natürlich später, den Nachweis führen zu können, dass der Teilnehmer ordnungsgemäß in den Betrieb des Kletterparks eingewiesen wurde. Es stellt sich die Frage der datenschutzrechtlichen Zulässigkeit solcher Erklärungen. Grundsätzlich können Daten erhoben werden, die zum Zwecke der Vertragsdurchführung notwendig sind. Aus unserer Sicht ist es daher unproblematisch, wenn Daten in der Teilnehmererklärung erhoben werden, die für die Einweisung benötigt werden. Aus unserer Sicht ist das ein Teil der Vertragsdurchführung, da es um die Sicherheit des Teilnehmers geht. Rechtsprechung dazu gibt es aber noch nicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Grundsatz der Datenminimierung. So sollten sich auf diesen Formularen keine Daten finden, die nicht für die Vertragsdurchführung erforderlich sind, wie beispielsweise die religiöse Zugehörigkeit. Die Kontrollfrage sollte lauten: „Brauche ich diese Daten, um den Vertrag durchzuführen oder nicht“?

Informationspflichten

Wichtig ist in diesem Zusammenhang ferner für Bertreiber von Abenteuerparks und Hochseilgärten, über die Verarbeitung der personenbezogenen Daten zu informieren. Aus Praktikabilitätsgründen wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, die gesamten Datenschutzhinweise auf der Rückseite der Teilnehmererklärung abzudrucken. In diesem Fall müsste natürlich darauf hingewiesen werden, dass sich auf der Rückseite einer Teilnehmerkennung überhaupt etwas befindet. Das Gesetz verlangt lediglich, dass man bei Erhebung der Daten informiert. Wie das dann im Einzelfall durch den Betreiber gehandhabt wird, bleibt ihm überlassen. Manche Autoren sehen einen Medienbruch als zulässig an und lassen es ausreichen, wenn auf der Teilnehmererklärung ein Link enthalten ist, der auf die Datenschutzhinweise verweist. Dieser Link sollte so einfach wie möglich gestaltet sein. Eine Rechtsprechung dazu ist aber bislang noch nicht bekannt. Andere Autoren sehen es als völlig ausreichend, wenn ein deutlich sichtbarer Aushang mit Datenschutzhinweisen neben dem Teilnehmenden aufgestellt wird und diese eben ohne große Schwierigkeiten Information darüber halten können, welche personenbezogenen Daten von ihnen verarbeitet werden.

Achten Sie darauf, dass Verstöße gegen das Datenschutzrecht bußgeldbewehrt sind und es deshalb erforderlich ist, sich über den Datenschutz, zumindest Gedanken zu machen. Sie benötigen zudem ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Auftragsverarbeitungsverträge. Sofern Sie Arbeitnehmer beschäftigen muss auch hier der Datenschutz beachtet werden.

Anwalt für Datenschutz

Es stellen sich eine Vielzahl von datenschutzrechtlichen Problemen bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten in Zusammenhang mit dem Betrieb von Abenteuerparks und Hochseilgärten.

Wenn Sie Fragen rund um dieses Thema haben, dann können Sie uns jederzeit telefonisch unter 069 405 64 282 oder per Email unter info@rechtsanwalt-dsgvo.de erreichen. Über Ihren Anruf oder Ihre Nachricht freuen wir uns.

Ihr Anwalt und TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter in Frankfurt am Main

Beitragsbild: Nestor Pool